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Wie finanziere ich mein Studium? Eine Anleitung in fünf Schritten

Eltern, BAföG, Stipendium, Nebenjob oder Studentenkredit - die Einführung von Studiengebühren haben die Frage nach der Studienfinanzierung für angehende Studierende noch drängender gemacht.

 

Schritt 1: Die Eltern

Wer die Finanzierung seines Studiums klären will, sollte als erstes mit seinen Eltern sprechen. Denn in der Regel müssen sie ihren - auch volljährigen - Kindern zumindest die erste Ausbildung bezahlen. Das leitet sich aus dem Unterhaltsrecht ab. Die entscheiden Punkte sind:

  • die Wahl des Studiums trifft allein der Student

  • wie der Unterhalt gewährt wird, entscheiden die Eltern
  • für den Studenten besteht grundsätzlich keine Pflicht, neben dem Studium zu arbeiten
  • der Unterhalt wird während Regelstudienzeit gewährt

Einen umfassenden Artikel zum Thema "Unterhalt" gibts hier: http://www.studis-online.de/StudInfo/unterhalt.php

Gutachten legen den Bedarf von Studenten, die nicht bei ihren Eltern wohnen, auf 640 Euro fest. Ob Eltern zahlen müssen, hängt vor allem davon ab, ob sie zahlen können. Ist dies nicht der Fall, hilft vielleicht Schritt 2 beim Finanzieren des Studiums.

Schritt 2: Das BAföG

Können Eltern ihre Kinder beim Studium nicht unterstützen, springt oft der Staat ein. Das Zauberwort heißt "BAföG". Dahinter versteckt sich der sehr sperrige Begriff "Bundesausbildungsförderungsgesetz". Je nach Einkommen und Vermögen der Studenten, sowie dem Einkommen ihrer Eltern, zahlt der Staat monatlich bis zu 643 Euro. Davon muss in der Regel die Hälfte nach Ablauf des Studiums zurückgezahlt werden (Ausnahmen: sehr gute Studienleistungen oder Kinder). Wer abschätzen will, wie viel BAföG ihm zusteht, kann dies auf der Internetseite www.bafoeg-rechner.de tun. Auf der Homepage findet man auch viele nützliche Tipps rund ums Thema:

  • Wo beantrage ich BAföG?
  • Was muss ich bei Antrag beachten?
  • Darf ich nebenbei arbeiten?

Schritt 3: Das Stipendium

Die wahrscheinlich eleganteste Art sein Studium zu finanzieren ist das Stipendium. Denn im Vergleich zu BAföG oder dem Bildungskredit muss man am Ende des Studiums keinen Cent zurückzahlen. Der derzeitige Höchstsatz liegt bei monatlich 525 Euro plus 80 Euro Büchergeld und berechnet sich wie bei BAföG am eigenen Einkommen und dem der Eltern. Man kann sich vorstellen, dass sich Stipendien besonderer Beliebtheit erfreuen. Leider ist das Stipendiensystem in Deutschland aber nur rudimentär ausgebildet: Rund 14.000 Studenten werden hierzulande so unterstützt, das sind gerade einmal zwei Prozent aller deutschen Studenten. Entsprechend ist Kampf um diese Art der Studiumsfinanzierung kein leichter. Man muss zwar nicht unbedingt hochbegabt sein, aber überdurchschnittliche Noten und gesellschaftliches Engagement sind zwingend. Vergeben werden Stipendien von den unterschiedlichsten Institutionen, wie Kirchen und soziale Einrichtungen, wissenschaftlichen Einrichtungen, politischen Organisationen, Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Eine Suche nach dem passenden Förderer empfiehlt sich auf der Website www.stiftungsindex.de

Schritt 4: Der Job

Steht die Finanzierung des Studiums immer noch nicht, bietet sich ein Nebenjob an. Die meisten Studentenjobs lassen sich flexibel gestalten und gut in den Stundenplan einpassen man muss sie nur finden. Fündig wird man meist im Internet. Einfach bei Google "Studentenjob" eingeben und schon gelangt man auf die einschlägigen Jobbörsen für Studenten.

Beim Geld verdienen muss man auf Einiges achten:

  • Nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, sonst zählt man nicht mehr als Vollzeitstudent und muss höhere Abgaben zahlen.
  • Wer BAföG bezieht, darf im Jahr nicht mehr als 4.200 Euro verdienen, sonst wird die staatliche Unterstützung gekürzt
  • Weitere Einkommensgrenzen betreffen das Kindergeld, sowie Steuern und Sozialabgaben.

Schritt 5: Der Bildungskredit

Und schließlich kann man immer noch auf einen Studentenkredit zurückgreifen, wie ihn beispielsweise die Haspa anbietet.  Dieser hat einige klare Vorteile. Wer einen Studentenkredit hat, studiert in der Regel entspannter und schneller. Denn man ist finanziell unabhängig und muss nebenher keine lästigen Nebenjobs annehmen. Und wer Zeit spart, spart meist auch Geld. Ein Jahr weniger studieren, bedeutet mehrere tausend Euro mehr im Portemonnaie. Gegenüber dem BAföG besticht ein Kredit vor allem deswegen, weil man ihn unabhängig vom Einkommen seiner Eltern bekommt und man bei der Rückzahlung wesentlich flexibler ist.

Wie der Studentenkredit genau funktioniert? Ähnlich wie beim BAföG bekommt man von seiner Bank eine monatliche Zahlung von mindestens 250 Euro. Bis zu sechs Jahre kann dieser Studentenkredit laufen, wobei die Darlehenssumme nicht über 32.400 Euro steigen darf (Ausnahmen gibt es im Falle von Studiengebühren). Die Verzinsung des Darlehens ist flexibel.  Alle weiteren Details zum Haspa StudentenKredit finden Sie hier. Um die individuellen Möglichkeiten auszuloten, können Sie hier auch gleich ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Übrigens: Wer bereits das Studentenkonto HaspaJoker Unicus hat, spart sich sogar die Bearbeitungsgebühren in Höhe von 250 Euro.

 
 

 

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