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Logo: HaspaJokerSelbstdarstellung im Internet - wie weit kann ich gehen?

 

Die Dos and Dont's im Netz

So schützen Sie Ihre Privatsphäre auf Facebook, StudiVZ & Co.

 

Diese Schlagzeilen gibt es zuhauf: SchülerVZ: Lehrerin beleidigt und geflogen, StudiVZ: Über Chef gelästert - entlassen! oder Lehrerin wegen Facebook gefeuert um nur einige Meldungen zu nennen, in denen ein soziales Netzwerk zum Verhängnis wurde. Schon lange ist das Internet nicht mehr anonym, es wirkt sich zwangsläufig auf die reale Welt aus. Umso verwunderlicher scheint es, dass sich in den Netzwerken immer noch viele tummeln, für die der Cyberspace fern ihrer Realität ist.

Bei SchülerVZ gibt es Gruppen wie Ich nicke, damit mein Lehrer denkt ich höre zu oder Blau ist keine Farbe sondern ein Zustand. Was ein Lehrer sagen würde, der erfährt, dass einer seiner Schüler sich in diesen Gruppen auslässt, kann man sich denken. Aber selbst wer sich nicht in diskreditierenden Gruppen tummelt, Fotos mit blanker Brust oder als Alkoholleiche ins Netz stellt, fragt sich manchmal, wie die eigene Privatsphäre geschützt werden kann. Besonders nach den Datenskandalen um die VZ-Gruppe (StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ) wurden User hellhörig: Letztes Jahr wurden 118.000 persönliche Daten aus SchülerVZ an Unbefugte weitergegeben, davor hatte eine Redaktion gar 1,6 Millionen allgemeine Datensätze erhalten.

Doch mit ein paar Maßnahmen lässt es sich beruhigter surfen. Der erste Schritt ist die Wahl des richtigen Netzwerkes. Stellen Sie sich die Frage: Welches Ziel verfolge ich? Berufliches Netzwerken erfolgt am besten auf Xing oder Linkedin. Für private Zwecke bieten sich etwa Facebook, Lokalisten oder die VZ-Gruppe an. Bei der Anmeldung ist es wichtig, die Datenschutzbestimmungen des Netzwerkes genau zu lesen. Direkt bei der ersten Anmeldung sollten dann die Einstellungen für die Privatsphäre vorgenommen werden: Wer darf meine Kommentare lesen und Fotos anschauen? Wer darf mir schreiben? So lassen sich unerwünschte Schnüffler aussperren. Bei sozialen Netzwerken, die genutzt werden, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, gilt: Weniger ist mehr. Sie sollten nur Daten, Fotos oder Videos einstellen, die Sie theoretisch allen Internet-Nutzern zur Verfügung stellen würden - also auch dem Streber aus der ersten Reihe, Eltern, Lehrern, Professoren und dem Chef. Pseudonyme sind anstelle des richtigen Namens klar im Vorteil. Bei Business-Netzwerken hingegen gilt das Gegenteil. Wer von Personalern kontaktiert werden will, sollte alle beruflich relevanten Informationen auch zur Verfügung stellen.

Leider lautet die Devise: Das Internet vergisst nie - oder sehr selten. Einmal eingestellte Fotos sind auch dann noch verfügbar, wenn der User sie eigentlich für gelöscht hält. Daher sollten Sie sich genau überlegen, ob ein Foto auch in einigen Monaten noch im Netz stehen kann. Es empfiehlt sich daher, regelmäßig den eigenen Namen zu googeln und bei Personensuchen wie Yasni einzugeben: So erhalten Sie direkt ein Bild davon, was im Netz alles verfügbar ist.

 
 

 

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